Am Anfang des weiblichen Zyklus steht immer die Menstruationsblutung. Sie kann bei jeder Frau unterschiedlich
lang dauern. Danach beginnt der Körper der Frau sich langsam auf den Eisprung vorzubereiten. Der Follikel (das Ei-Bläschen)
beginnt zu wachsen.
Die Zervix (der Gebärmutterhals) nimmt die Produktion des Zervixschleims (Fruchtbarkeitsschleim)
auf. Das LH (lutheinisierendes Hormon) beginnt anzusteigen und erreicht kurz vor dem Eisprung seinen
höchsten Wert (dies ist mit sogenannten LH Tests im Urin nachweisbar). Außerdem steigt der Östrogenspiegel permanent an.
Am Tag des Eisprungs ist der Östrogenspiegel sehr hoch und der Zervixschleim wird immer flüssiger und klarer.
Der Zervixschleim ist dazu da, den Spermien in der Scheide das Überleben zu ermöglichen. Er schützt sie vor dem schädlichen
Scheidenklima. Durch den hohen Östrogenspiegel ist sehr viel Wasser eingelagert und der Schleim ist klar und zieht lange
Fäden (bis zu 8cm spinnbar). Das Östrogen erhöht auch den PH Wert in der Scheide, so dass die Scheidenflora vom spermienfeindlichen
sauren Millieu zum basischen wechselt. Oft wird rund um den Eisprung von der Frau auch ein gewisses Ziehen oder sogar
Schmerzen in der unteren Bauchgegend wahrgenommen. Das bezeichnet man als Mittelschmerz.
Ist der Eisprung erfolgt, wandelt sich das leere Ei-Bläschen (Follikel) in den Gelbkörper um und beginnt Progesteron
zu produzieren. Dies lockert die Gebärmutterschleimhaut auf, der Körper macht sich bereit, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen.
Das Progesteron führt außerdem zu einer Erhöhung der Körpertemperatur um 0.2-0.5 Grad C. Mit einem genauen Thermometer kann
man daher diese Temperaturänderung in der Aufwachtemperatur der Frau feststellen.
Am Zyklusende stirbt der Gelbkörper langsam ab, falls die Eizelle nicht befruchtet wurde. Die Temperatur fällt wieder und
die Menstruationsblutung setzt ein. Ein neuer Zyklus beginnt.
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